Camping in der Nähe von Zadar
Kroatien ist eines der besten Campingländer Europas mit mehr als 500 registrierten Campingplätzen, von denen weit über hundert an der dalmatinischen Küste liegen. Die Region um Zadar bietet die gesamte Bandbreite, von riesigen Anlagen im Resort-Stil bis hin zu winzigen, familiengeführten „Mini-Camps“ mit etwa einem Dutzend Stellplätzen, die zwischen Olivenhainen und dem Meer versteckt liegen. Die meisten sind saisonal geöffnet, etwa von April bis Oktober, und im Winter geschlossen.
Die großen Anziehungspunkte liegen etwas außerhalb der Stadt. Das Zaton Holiday Resort in der Nähe von Nin, etwa 15 km nördlich, ist einer der größten und am besten ausgestatteten Campingplätze des Landes: rund 1.300 Stellplätze mit Wasser-, Abwasser- und Stromanschlüssen, mehrere Pools und ein 1,5 km langer Sandstrand mit Blauer Flagge (eine echte Seltenheit an dieser felsigen Küste). Der Campingplatz Šimuni auf der nahegelegenen Insel Pag, der über die Pag-Brücke mit dem Auto erreichbar ist, ist ein weiterer gut geführter Favorit. Kleinere, ruhigere Campingplätze gruppieren sich rund um Nin, Biograd und Pakoštane und bieten eine etwas zurückhaltendere Atmosphäre.
Wohnmobilstellplätze und der Mythos vom Recht auf freien Zugang
In Kroatien gibt es kein Wanderrecht nach nordischem Vorbild. Das Übernachten im Wohnmobil außerhalb eines registrierten Campingplatzes oder eines ausgewiesenen Stellplatzes gilt als Wildcampen und ist sowohl auf öffentlichem als auch auf privatem Grund illegal; die Bußgelder betragen in der Regel bis zu etwa 400 €. Die Kontrollen sind entlang der Küste und in den Nationalparks streng – genau dort, wo man am liebsten parken würde –, sodass eine ruhige Bucht oder ein Halteplatz am Straßenrand keine sichere Übernachtungsmöglichkeit darstellen. Die einzige legale „kostenlose“ Möglichkeit ist das Übernachten auf Privatgrundstücken mit der ausdrücklichen Erlaubnis des Eigentümers.
In Kroatien gibt es zwar spezielle Wohnmobilstellplätze – das lokale Äquivalent zu einer französischen „Aire“ oder einem deutschen „Stellplatz“ –, doch das Netz ist weitaus lückenhafter als in Deutschland, Frankreich oder Italien. In der Nähe von Zadar liegt der „Camper Stop Marni“ etwa 6 km vom Zentrum entfernt und verfügt über Wasser-, Strom- und Entsorgungsmöglichkeiten; er ist von April bis September geöffnet. Apps wie Park4Night, Campercontact und stellplatz.info sind eine praktische Möglichkeit, diese Stellplätze zu finden und die aktuellen Regeln vor Ihrer Ankunft zu überprüfen.
Was es kostet
Kroatien gehört zu den teureren Campingzielen in Europa, planen Sie also entsprechend. In der Nebensaison kostet ein Stellplatz für ein Wohnmobil und zwei Erwachsene in der Regel 25–35 € pro Nacht, im Juli und August steigen die Preise auf etwa 40–60 €, und in Premium-Resorts wie Zaton werden sie noch höher, wenn man einen Stellplatz mit Meerblick und Extras hinzurechnet. Der Grundpreis deckt in der Regel zwei Personen, das Fahrzeug und den Strom ab, Kurtaxe und eventuelle Hundezuschläge werden zusätzlich berechnet.
Wohnmobilstellplätze sind günstiger und unkomplizierter als voll ausgestattete Campingplätze, und außerhalb der Hochsaison sinken die Preise überall. Wer auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis Wert legt, ist in den kleineren, familiengeführten Campingplätzen rund um Nin und Biograd bei vergleichbarem Strandzugang in der Regel günstiger als in den namhaften Resorts.
Beste Reisezeit
Die Saison dauert grob gesagt von April bis Oktober. Im Juli und August ist das Meer am wärmsten, aber es herrscht auch der größte Andrang und die Preise sind am höchsten; zudem sind die Top-Standorte wie Zaton und Šimuni schnell ausgebucht, daher sollte man im Voraus buchen. Mai, Juni und September sind die bessere Wahl: warmes Wasser, weniger Andrang, gute Verfügbarkeit von Stellplätzen und günstigere Preise. Frühling und Herbst sind zudem die beste Zeit für Wanderungen durch die Schluchten des nahegelegenen Paklenica-Nationalparks, etwa eine Stunde nördlich von Zadar.
Beachten Sie, dass es auf dem Kornati-Archipel keine Campingplätze und keine Autofähre gibt, sodass er nur mit dem Boot erreichbar ist. Die meisten Reisenden stellen ihr Wohnmobil auf einem Campingplatz an der Küste in der Nähe von Biograd oder Murter ab und nehmen an einem frühmorgendlichen Tagesausflug zu den Inseln teil, anstatt dort zu übernachten.