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Camper mieten Island: Top Camper und Wohnmobile vergleichen

Vergleiche die besten Camper-Vermietungen in Reykjavík und Keflavík. Bestpreisgarantie für Ringstraße, Golden Circle und Nordlichter-Touren.

Abholung 15. Juni 2026
MoDiMiDoFrSaSo
Rückgabe 25. Juni 2026
MoDiMiDoFrSaSo
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Beste Zeit, um eines Wohnmobils in Island

Wählen Sie die ideale Jahreszeit für Ihr Abenteuer auf der Ringstraße.

Juni–August

Hochsaison der Mitternachtssonne

Temperatur: 12–20 °C • Tageslicht: 18–22 Std.

Hochsaison mit durchgehendem Tageslicht, alle Sehenswürdigkeiten geöffnet, befahrbare Hochlandstraßen (F-Straßen) und optimale Wanderbedingungen. Wetter stabil, aber wechselhaft. Überfüllt, höhere Preise, belebte Campingplätze. Im Voraus buchen.

Spitzenpreis: 150–250 €/Tag
Mai & Sep

Zwischensaison – bestes Preis-Leistungs-Verhältnis

Temp: 8–15 °C • Tageslicht: 14–18 Std.

Langes Tageslicht, mildes Wetter, befahrbare Ringstraße, weniger Menschenmassen. Im Mai blüht der Frühling; im September gibt es Herbstfarben und frühe Nordlichter. Hervorragendes Gleichgewicht zwischen Bedingungen und Verfügbarkeit.

Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis: 89–130 €/Tag
Okt. & Apr.

Übergangsmonate

Temp: 0–8 °C • Tageslicht: 8–14 Std.

Oktober: Beginn der Nordlichter, weniger Touristen. April: Frühlingserwachen, schmelzender Schnee, schlammige Straßen. Winterreifen von Oktober bis April erforderlich. Ringstraße (in der Regel) vollständig befahrbar. Wechselhaftes Wetter, moderate Preise.

Mittel: 110–150 €/Tag
Nov–März

Nordlicht-Saison

Temp: -5 bis 5 °C • Tageslicht: 3–7 Std.

Höhepunkt der Nordlichtbeobachtung (Dez–Jan am besten), fast vollständige Winterdunkelheit, schneebedeckte Landschaften und günstige Preise. Anspruchsvolles Wetter, einige Straßen gesperrt, Glatteisgefahr. Allradantrieb dringend empfohlen.

Günstig: 89–120 €/Tag
Los geht’s

Beliebte Abholorte

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Island

Internationaler Flughafen Keflavik

Am beliebtesten • 45 Min. von Reykjavik entfernt • Direkt von internationalen Flügen

Island

Reykjavik

Hauptstadt • Hauptknotenpunkt • Ideal für Erkundungstouren in der Innenstadt und zu nahegelegenen Sehenswürdigkeiten

Island

Flughafen Reykjavik

Inlandsflüge • Näher am Stadtzentrum • Kürzere Transferzeit

Island

Hafnarfjörður

Alternative • Küstenstadt • Besserer Zugang zu Routen an der Südküste

Island

Akureyri

Nordisland • Perfekter Ausgangspunkt für Abenteuer im Norden

Island

Egilsstaðir

Ostisland • Tor zu den Ostfjorden und Wasserfällen

Entdecken

Die besten Routen & Reiserouten

Entdecken Sie Islands legendärste Roadtrips und Routen – mit echten Karten, die Ihnen bei der Planung helfen.

Iceland Ring Road scenic highway through volcanic landscape with mountains and dramatic sky
10–14 Tage 1.322 km Leicht / 2WD OK
01

Komplette Ringstraße (Route 1)

Am besten: Juni – September

Der ultimative Island-Roadtrip. Umrunden Sie die gesamte Insel auf der Route 1 und durchqueren Sie dabei alle wichtigen Landschaften – Gletscher, Wasserfälle, Vulkanwüsten, Fjorde und geothermische Gebiete. Das ist das komplette Island-Erlebnis in einer einzigen epischen Reise.

Reykjavík Goldener Kreis Skógafoss Vík Jökulsárlón Mývatn Akureyri Dettifoss
Fahrzeug2WD-Wohnmobil
Campingplätzeüber 30 entlang der Route
Beste MonateJuni – August
Tankstellen alle50–80 km
Gullfoss waterfall Iceland with rainbow and mist on the Golden Circle route
4–5 Tage 480 km Leicht / 2WD OK
02

Golden Circle & Südküste

Ganzjährig

Der perfekte Einstieg in Island. Diese Route vereint die größten Highlights des Landes in nur 4–5 Tagen: tektonische Platten, zwischen denen man spazieren gehen kann, sprudelnde Geysire, tosende Wasserfälle und schwarze Sandstrände. Ideal für Erstbesucher und Kurztrips.

Reykjavík Þingvellir Geysir Gullfoss Seljalandsfoss Skógafoss Reynisfjara
FahrzeugCampervanmit Zweiradantrieb
Campingplätze10+ entlang der Route
Beste MonateGanzjährig
SchwierigkeitsgradFür Anfänger geeignet
Jökulsárlón glacier lagoon with floating icebergs and blue ice in Iceland
3–4 Tage 360 km Leicht / 2WD OK
03

Südostküste & Gletscherlagune

Am besten: Juni – Oktober

Eine Traumroute für Fotografen. Fahren Sie entlang der dramatischen Südküste Islands, um das Kronjuwel zu erreichen – die Gletscherlagune Jökulsárlón, wo riesige Eisberge im kristallklaren Wasser treiben. Der nahegelegene Diamond Beach bietet ein außerirdisch anmutendes Schauspiel aus Eisbrocken, die auf schwarzem Vulkansand glitzern.

Reykjavík Vík Skaftafell Jökulsárlón Diamantenstrand Höfn
FahrzeugCampervanmit Zweiradantrieb
SehenswürdigkeitGletscherlagune
Beste MonateJuni – Oktober
SchwierigkeitsgradFür Anfängergeeignet
Dynjandi waterfall cascading down terraced cliffs in the remote Westfjords of Iceland
5–7 Tage 750 km Mittel / Geländewagen empfohlen
04

Westfjorde & Arktische Küste

Beste Reisezeit: Juni – August

Für abenteuerlustige Reisende, die Islands abgelegenste und unberührteste Landschaften suchen. In die Westfjorde wagen sich nur 10 % der Besucher – dramatische Fjorde, hoch aufragende Meeresklippen, auf denen Millionen von Papageientauchern leben, und der majestätische Dynjandi-Wasserfall. Das ist das raue, wilde Island von seiner schönsten Seite.

Reykjavík Stykkishólmur Dynjandi Ísafjörður Látrabjarg Rauðasandur
Fahrzeug4 x 4-Campervan
Campingplätze Begrenzt– im Voraus planen
TierweltPapageientaucherJuni–August
HinweisEinige Schotterstraßen
Flotte

Arten von verfügbare Wohnmobile

Wählen Sie das perfekte Fahrzeug für Ihr Island-Abenteuer.

Günstiges Wohnmobil

2 Schlafplätze • Schaltgetriebe • Benzin

Kompakt, sparsam, einfach zu parken und in Island zu fahren

89 €/Tagab

4x4 Highland Camper

2–4 Schlafplätze • Allradantrieb • Für F-Straßen geeignet

Bewältige die F-Straßen der Highlands – Geländegängigkeit für echtes Abenteuer

189 €/Tagab

Familien-Wohnmobil

4–6 Schlafplätze • Voll ausgestattete Küche • Badezimmer

Geräumig für Familien, komplett mit luxuriöser Ausstattung

219 €/Tagab
Fragen?

Island Campervan FAQ

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Anmietung eines Wohnmobils in Island.

Brauche ich in Island einen Geländewagen? +
Nicht immer. Ein normales Wohnmobil mit Zweiradantrieb reicht für die asphaltierte Ringstraße und die meisten beliebten Routen völlig aus. Für F-Straßen (Hochlandstraßen), die saisonal befahrbar sind und atemberaubende, abgelegene Landschaften bieten, ist jedoch ein Allradfahrzeug erforderlich. Wählen Sie entsprechend Ihrer geplanten Reiseroute.
Darf ich in Island überall zelten? +
Nein, Wildcampen ist in Island nicht erlaubt. Sie müssen offizielle Campingplätze oder ausgewiesene Campingbereiche nutzen. Es gibt über 170 Campingplätze im ganzen Land, die eine Reihe von Annehmlichkeiten und Preisklassen bieten (in der Regel 15–20 € pro Nacht). Viele Vermieter bieten Campingkarten für Ermäßigungen an.
Wann ist die beste Zeit für eine Reise mit dem Wohnmobil durch Island? +
Der Sommer (Juni–August) bietet Mitternachtssonne, warmes Wetter und alle Attraktionen sind geöffnet. Es ist jedoch Hochsaison mit höheren Preisen und vielen Besuchern. Der Winter (November–Februar) bringt Nordlichter, aber raues Wetter. Der Frühling (April–Mai) und der Herbst (September–Oktober) bieten ein gutes Gleichgewicht zwischen Wetter und weniger Besuchern.
Sind die F-Straßen ganzjährig geöffnet? +
Nein, F-Straßen sind nur saisonal geöffnet, in der Regel von Ende Mai/Juni bis September, je nach Schneelage. Sie sind als Bergstraßen gekennzeichnet und erfordern geländegängige Allradfahrzeuge mit hoher Bodenfreiheit. Informieren Sie sich täglich auf road.is über aktuelle Bedingungen und Sperrungen. Führen Sie stets die richtige Ausrüstung und Vorräte mit.
Brauche ich einen internationalen Führerschein für Island? +
Führerscheine aus der EU/dem EWR werden akzeptiert. US-amerikanische, kanadische und australische Führerscheine werden akzeptiert, wenn Sie zusätzlich über einen internationalen Führerschein (IDP) verfügen. Führen Sie stets Ihren Reisepass, Ihren Führerschein und den Mietvertrag mit sich. Fahrer müssen mindestens 20 Jahre alt sein (bei einigen Anbietern sind mindestens 25 Jahre erforderlich).
Ist Wildcampen in Island erlaubt? +
Wildcampen ist in Island nicht erlaubt. Das Land hat strenge Vorschriften zum Schutz seiner einzigartigen Ökosysteme. Nutzen Sie immer offizielle Campingplätze oder ausgewiesene Campingbereiche. Verstöße können zu Geldstrafen führen. Die meisten offiziellen Campingplätze sind preiswert und gut gepflegt, was sie ohnehin zur praktischen Wahl macht.
Wie hoch sind der Kraftstoffverbrauch und die Kosten in Island? +
Kraftstoff kostet 1,70–2,00 € pro Liter (Islands teuerster Reisekostenposten). Wohnmobile verbrauchen je nach Größe und Gelände 9–13 l/100 km. Die Ringstraße (1.322 km) kostet 150–200 € an Kraftstoff. Planen Sie Tankstopps ein: 150–250 km auf Hauptstraßen, über 400 km auf F-Straßen. Tanken Sie vor Fahrten in abgelegene Gebiete den Tank vollständig voll.
Was sind die wichtigsten Verkehrsregeln in Island? +
Rechtsverkehr. Geschwindigkeitsbegrenzungen: 90 km/h auf Autobahnen, 80 km/h auf Landstraßen, 50 km/h in Ortschaften. Scheinwerfer ganzjährig eingeschaltet (vorgeschrieben). Anschnallpflicht. Winterreifen von November bis März (gesetzlich vorgeschrieben). Allradantrieb für F-Straßen von Juni bis September erforderlich. Wechselhaftes Wetter: Glatteis, loser Schotter, plötzlicher Nebel. Führen Sie stets Wasser und Vorräte mit.

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Dein Reiseführer für Roadtrips

Ihr Roadtrip durch Island

Islands dramatische Landschaften, das vulkanische Gelände und das ständig wechselnde Wetter machen das Land zu einem der außergewöhnlichsten Reiseziele, das man mit einem Wohnmobil erkunden kann. Ob Sie nun die Ringstraße entlangfahren oder sich in die abgelegenen Westfjorde wagen – hier finden Sie alles, was Sie wissen müssen, um die perfekte Reise zu planen.

Verkehrsregeln in Island

In Island herrscht Rechtsverkehr, genau wie in Kontinentaleuropa und Nordamerika. Wenn Sie aus Großbritannien, Irland, Australien oder Japan kommen, seien Sie an Kreisverkehren und Kreuzungen besonders vorsichtig, bis Sie sich daran gewöhnt haben. Geschwindigkeitsbegrenzungen werden streng durchgesetzt, und die isländische Polizei setzt landesweit sowohl fest installierte als auch mobile Radarkameras ein. Die Bußgelder beginnen bei etwa 10.000 ISK (~70 €) und können bei schweren Verstößen deutlich höher ausfallen.

Hier sind die wichtigsten Verkehrsregeln, die Sie beachten sollten, wenn Sie ein Wohnmobil mieten und in Island fahren:

  • Geschwindigkeitsbegrenzungen: 30 km/h in Wohngebieten, 50 km/h in Ortschaften, 80 km/h auf Schotterstraßen und 90 km/h auf asphaltierten Autobahnen. Für Wohnmobile und Wohnwagen über 3.500 kg gelten möglicherweise niedrigere Geschwindigkeitsbegrenzungen – bitte überprüfen Sie Ihren Mietvertrag.
  • Scheinwerfer immer eingeschaltet: Nach isländischem Recht müssen die Scheinwerfer (Abblendlicht) jederzeit eingeschaltet sein, Tag und Nacht, 365 Tage im Jahr. Dies gilt für alle Fahrzeuge, einschließlich Wohnmobile.
  • Gurtpflicht: Alle Insassen, vorne und hinten, müssen jederzeit angeschnallt sein. Kinder unter 150 cm Körpergröße müssen einen geeigneten Kindersitz oder eine Sitzerhöhung verwenden.
  • Nulltoleranz bei Alkohol am Steuer: Der gesetzliche Blutalkoholgrenzwert liegt bei 0,05 %, einer der niedrigsten in Europa. Die Strafen sind streng – Geldbußen, Führerscheinentzug und bei Wiederholungstätern sogar Freiheitsstrafen.
  • Kreisverkehre: Geben Sie den Fahrzeugen Vorfahrt, die sich bereits im Kreisverkehr befinden. Beim Verlassen des Kreisverkehrs hat die innere Spur Vorfahrt. Setzen Sie den Blinker, wenn Sie den Kreisverkehr verlassen.
  • Einbahnbrücken (Einbreið brú): Sehr häufig auf der Route 1, insbesondere entlang der Süd- und Ostküste. Das Fahrzeug, das zuerst ankommt, hat Vorfahrt. Achten Sie auf das blaue Schild, das die Vorfahrtrichtung angibt, verlangsamen Sie rechtzeitig Ihre Fahrt und drängeln Sie sich niemals vor.
  • Rechtsabbiegen bei Rot verboten: Anders als in den USA darf man in Island an einer roten Ampel nicht rechts abbiegen. Warten Sie auf das grüne Signal.
  • Handynutzung: Während der Fahrt strengstens verboten. Verwenden Sie eine Freisprecheinrichtung oder halten Sie sicher an, um zu telefonieren.

F-Straßen und Fahren im Hochland

Islands F-Straßen (fjallvegir oder Bergstraßen) sind unbefestigte Hochlandrouten, die das Innere der Insel durchqueren und abgelegene Gebiete wie Landmannalaugar, Askja und Sprengisandur verbinden. Sie sind nur im Sommer geöffnet, in der Regel von Ende Juni bis Anfang September, abhängig von Schnee- und Wetterbedingungen. Die Öffnungsdaten variieren von Jahr zu Jahr – informieren Sie sich immer auf road.is, bevor Sie eine Hochlandroute planen.

F-Straßen sind gesetzlich ausschließlich für Allradfahrzeuge (4x4) zugelassen. Das Befahren einer F-Straße mit einem Campervan mit Zweiradantrieb ist illegal und führt zum Erlöschen Ihrer Mietversicherung. Wenn Sie das Hochland erkunden möchten, mieten Sie unbedingt einen Campervan oder ein Wohnmobil mit Allradantrieb. Viele F-Straßen führen auch über Flussüberquerungen (sogenannte „Furten“) ohne Brücken – diese können je nach Wasserstand gefährlich sein und erfordern Erfahrung. Versuchen Sie niemals eine Flussüberquerung, ohne zuvor zu Fuß die Tiefe und Strömung zu prüfen, und überqueren Sie den Fluss niemals alleine.

Profi-Tipp: Wenn Sie vorhaben, auf F-Straßen zu fahren, mieten Sie einen 4x4-Campervan mit hoher Bodenfreiheit und erwägen Sie den Abschluss einer Schotter-/Sandschutzversicherung. Laden Sie die App „112 Iceland“ herunter – damit können Sie im Notfall Ihren GPS-Standort an Rettungsdienste senden.

Straßenverhältnisse und Wetter

Das Wetter in Island ist bekanntlich unvorhersehbar, und die Straßenverhältnisse können sich schnell ändern – besonders außerhalb der Sommermonate. Selbst im Juli kann es zu plötzlichem Nebel, starkem Regen oder heftigen Winden kommen, die die Sicht beeinträchtigen und das Fahren erschweren. Im Winter (Oktober–April) erschweren Schnee, Eis und Polardunkelheit die Fahrt erheblich, und viele Straßen außerhalb der Ringstraße sind komplett gesperrt.

  • Schauen Sie jeden Morgen auf road.is nach: Diese offizielle Website zeigt in Echtzeit die Straßenverhältnisse, Sperrungen und Reisewarnungen für jede Straße in Island an. Setzen Sie ein Lesezeichen – es ist Ihr wichtigstes Hilfsmittel für die Reiseplanung.
  • Windwarnungen (vedur.is): In Island kommt es zu extrem starken Winden, insbesondere auf exponierten Küstenstraßen und Bergpässen. Windböen von über 25 m/s (90 km/h) sind häufig und können für Fahrzeuge mit hohem Profil wie Wohnmobile gefährlich sein. Wenn eine Windwarnung ausgegeben wird, sollten Sie in Erwägung ziehen, abzuwarten.
  • Schotterstraßen: Etwa 30 % des isländischen Straßennetzes bestehen aus unbefestigtem Schotter. Reduzieren Sie die Geschwindigkeit auf 60–70 km/h, halten Sie zusätzlichen Abstand zu anderen Fahrzeugen (aufwirbelnder Schotter kann Windschutzscheiben beschädigen) und achten Sie in Kurven auf losen Untergrund.
  • Blinde Hügel (Blindhæð): Viele Straßen in Island haben blinde Kuppen – Hügel, von denen aus man den Gegenverkehr nicht sehen kann. Verlangsamen Sie Ihre Fahrt, wenn Sie das gelbe Blindhæð-Warnschild sehen, und bleiben Sie auf Ihrer Straßenseite.
  • Schafe auf den Straßen: Von Juni bis September weiden isländische Schafe frei auf dem Land und laufen regelmäßig auf die Straßen. Verlangsamen Sie immer Ihre Geschwindigkeit, wenn Sie Schafe sehen, und seien Sie darauf vorbereitet, dass Lämmer unerwartet über die Straße huschen.
  • Winterreifen: Vom 1. November bis zum 14. April gesetzlich vorgeschrieben. Die meisten Miet-Wohnmobile sind in diesem Zeitraum mit Spikereifen oder Winterreifen ausgestattet – erkundigen Sie sich bei Ihrem Vermieter.

Tankstellen und Ladestationen

Benzin und Diesel sind in ganz Island erhältlich, aber in abgelegenen Gebieten wie den Ostfjorden, den Westfjorden und entlang des nördlichen Abschnitts der Route 1 können Tankstellen mehr als 200 km voneinander entfernt sein. Die goldene Regel ist einfach: Tanken Sie jedes Mal voll, wenn Sie eine Tankstelle sehen, unabhängig davon, wie viel Kraftstoff Sie noch haben.

Die meisten Tankstellen auf dem Land sind unbemannt und als Selbstbedienung konzipiert; sie akzeptieren nur Kredit- oder Debitkarten mit einer 4-stelligen PIN. Einige ältere Automaten akzeptieren nicht alle internationalen Karten – Visa und Mastercard mit Chip+PIN funktionieren am zuverlässigsten. Die Kraftstoffpreise in Island gehören zu den höchsten in Europa und liegen in der Regel zwischen 340 und 380 ISK pro Liter (~2,20–2,50 €). Wenn Sie ein Elektro- oder Hybrid-Wohnmobil mieten, wächst das Ladenetz zwar, ist aber außerhalb der größeren Städte noch begrenzt – planen Sie sorgfältig mit on.is oder der PlugShare-App.

Profi-Tipp: Die Tankstellenketten N1, Orkan und Olis verfügen über das größte Netz. Laden Sie die N1-App herunter, um Tankstellenstandorte und Rabatte zu finden. Führen Sie immer eine Ersatzkreditkarte mit, falls eine Karte an unbemannten Zapfsäulen nicht akzeptiert wird.

Parken und Maut

In Island gibt es keine Mautgebühren – alle Straßen, einschließlich der Route 1 und aller Tunnel, sind mautfrei. Die einzige Ausnahme bildet der Vaðlaheiðargöng-Tunnel in der Nähe von Akureyri im Norden, für den pro Durchfahrt etwa 1.500 ISK (~10 €) anfallen und der innerhalb von 24 Stunden online unter tunnel.is bezahlt werden kann.

Das Parken im Stadtzentrum von Reykjavík ist von Montag bis Samstag gebührenpflichtig und wird kontrolliert. Die Zonen sind farblich gekennzeichnet (P1 rot ist am teuersten, P4 blau ist am günstigsten). Außerhalb der Hauptstadt wird für das Parken an Naturattraktionen wie Gullfoss, Seljalandsfoss und Skógafoss nun eine geringe Gebühr (750–1.000 ISK, ~5–7 €) für die Instandhaltung der Anlagen erhoben. Parken Sie nur in ausgewiesenen Bereichen – das Fahren oder Parken abseits der Straßen ist strengstens verboten und kann zu hohen Geldstrafen führen, da Islands empfindliches Moos und der vulkanische Boden Jahrzehnte brauchen, um sich von Reifenschäden zu erholen.

Camping in Island – ein vollständiger Überblick

Island ist eines der am besten auf Wohnmobilreisen vorbereiteten Länder Europas, mit über 170 registrierten Campingplätzen, die über alle Regionen der Insel verteilt sind. Ob Sie der Ringstraße folgen, die abgelegenen Westfjorde erkunden oder eine Woche an der Südküste verbringen – Sie sind nie weit von einem Campingplatz mit zumindest grundlegenden Einrichtungen entfernt. Die meisten isländischen Campingplätze sind von Juni bis Mitte September in Betrieb, doch eine wachsende Zahl ganzjährig geöffneter Plätze in der Nähe von Reykjavík, Vík und Akureyri richtet sich an Winterreisende und Nordlichtjäger.

Die Ausstattung variiert je nach Lage erheblich. Campingplätze in städtischen und beliebten Touristengebieten (wie der Campingplatz in Reykjavík, Skaftafell oder Mývatn) bieten in der Regel Warmwasserduschen, Toiletten mit Wasserspülung, Stromanschlüsse, WLAN, Waschmöglichkeiten und manchmal eine Küche oder einen Gemeinschaftsraum. Ländliche und abgelegene Campingplätze verfügen möglicherweise nur über kaltes Wasser, einfache Toiletten und keinen Strom – doch dies wird oft durch eine außergewöhnliche Landschaft und absolute Ruhe wettgemacht. Die meisten Campingplätze verfügen über ausgewiesene Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen mit relativ ebenem, schotterigem Untergrund.

Campingplatzkosten und die Camping Card

Die Kosten für das Campen in Island variieren je nach Campingplatz, Jahreszeit und verfügbaren Einrichtungen. Als grobe Richtlinie sollten Sie mit 2.000–5.000 ISK pro Person und Nacht (~13–33 €) rechnen. Warme Duschen kosten oft zusätzlich 300–500 ISK (~2–3 €) und werden über ein Münz- oder Wertmarkensystem bezahlt. Stromanschlüsse für Wohnmobile sind auf größeren Campingplätzen für etwa 1.000–1.500 ISK (~7–10 €) pro Nacht verfügbar.

Eine der cleversten Möglichkeiten, auf einer Wohnmobilreise Geld zu sparen, ist die Camping Card, die für etwa 24.900 ISK (~160 €) erhältlich ist. Diese Karte deckt 28 Übernachtungen auf über 40 Campingplätzen in ganz Island für bis zu zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder ab. Wenn Sie mehr als 5–6 Nächte auf Campingplätzen verbringen, macht sich die Karte in der Regel bezahlt. Die Camping Card kann online unter campingcard.is oder auf teilnehmenden Campingplätzen und in Touristeninformationszentren erworben werden.

Profi-Tipp: Die Camping Card ist für die gesamte Sommersaison (1. Juni – 15. September) gültig und gilt für den Karteninhaber sowie eine Begleitperson und bis zu vier Kinder unter 16 Jahren. Sie ist mit Abstand das beste Angebot für Familien, die mit dem Wohnmobil reisen.

Arten von Campingplätzen in Island

Isländische Campingplätze lassen sich in mehrere Kategorien einteilen. Wenn Sie die Unterschiede kennen, können Sie Ihre Route besser planen und wissen, was Sie bei jedem Übernachtungsstopp erwartet:

  • Kommunale Campingplätze (Tjaldsvæði): Diese werden von den lokalen Gemeinden betrieben und sind die häufigste Art. Sie bieten zuverlässige Grundausstattung – Toiletten, Duschen und Müllentsorgung – zu fairen Preisen. Sie befinden sich in fast jeder Stadt und jedem Dorf entlang der Ringstraße.
  • Nationalpark-Campingplätze: Sie befinden sich innerhalb oder in der Nähe des Vatnajökull-Nationalparks, des Þingvellir-Nationalparks und des Snæfellsjökull-Nationalparks. Gut gepflegt, mit Rangerstationen und markierten Wanderwegen in der Nähe. Im Juli sehr beliebt und stark frequentiert – kommen Sie vor 15 Uhr an, um sich einen Platz zu sichern.
  • Campingplätze auf Bauernhöfen (Bóndabæir): Einige isländische Bauernhöfe bieten kleine, gemütliche Campingplätze auf ihrem Gelände an, oft mit hausgemachtem Brot, frischen Eiern oder Reitmöglichkeiten. Eine wunderbare Möglichkeit, die ländliche isländische Kultur hautnah zu erleben.
  • Abgelegene Campingplätze im Hochland: Einfache Stellplätze im Landesinneren, die nur über F-Straßen erreichbar sind (Allradantrieb erforderlich). Orte wie Landmannalaugar und Þórsmörk bieten Campingplätze mit minimaler Ausstattung, die jedoch von einigen der spektakulärsten Wildnislandschaften Islands umgeben sind.
  • Campingplatz Reykjavík (Laugardalur): Islands größter Campingplatz, geöffnet von Mai bis September, mit kompletter Ausstattung einschließlich Küche und Waschküche, in Laufnähe zum Stadtzentrum und zum berühmten Thermalbad Laugardalslaug. Akzeptiert die Camping Card.
  • Ganzjährig geöffnete Campingplätze: Eine kleine, aber wachsende Anzahl von Plätzen bleibt den ganzen Winter über geöffnet, meist in der Nähe größerer Städte. Diese verfügen in der Regel über beheizte Sanitäranlagen, überdachte Stellplätze und Stromanschlüsse, die für das Campen bei kaltem Wetter geeignet sind.

Regeln für Wildcamping in Island

Seit 2015 wurden die isländischen Naturschutzgesetze aktualisiert, um das Wildcampen erheblich einzuschränken. Die wichtigsten Regeln, die jeder Wohnmobilreisende kennen muss:

  • Wohnmobile und Wohnwagen müssen auf registrierten Campingplätzen übernachten. Es ist verboten, ein Wohnmobil über Nacht an Raststätten, Tankstellen, Parkplätzen oder am Straßenrand abzustellen, es sei denn, der Bereich ist ausdrücklich als Campingplatz ausgewiesen.
  • Zelten auf unbebautem Land ist technisch gesehen für 1–2 Nächte mit der Erlaubnis des Grundstückseigentümers weiterhin erlaubt, solange das Land nicht umzäunt, bewirtschaftet oder Teil eines ausgewiesenen Naturschutzgebiets ist. Diese Ausnahme gilt jedoch nicht für Wohnmobile.
  • In Nationalparks und Naturschutzgebieten gelten strenge Übernachtungsvorschriften – Wildcampen ist in allen Schutzgebieten verboten.
  • Die Bußgelder für illegales Campen liegen zwischen 50.000 und 200.000 ISK (~330–1.300 €) und werden aktiv durchgesetzt, insbesondere an beliebten Sehenswürdigkeiten, wo inoffizielles Übernachten in der Vergangenheit zu Umweltschäden geführt hat.
Profi-Tipp: Planen Sie Ihre tägliche Route anhand der Campingplatzstandorte. Nutzen Sie die Website tjalda.is oder die Apps Park4Night und CamperContact, um Campingplätze entlang Ihrer Route zu finden und zu bewerten. Versuchen Sie in der Hochsaison (Juli–August), beliebte Plätze vor 16 Uhr zu erreichen – die Campingplätze Skaftafell, Þakgil und Mývatn sind am schnellsten ausgebucht.

Die besten Campingplätze in Island für Wohnmobile

Obwohl es über 170 Campingplätze zur Auswahl gibt, zeichnen sich diese durch ihre Lage, ihre Ausstattung und das Gesamterlebnis aus:

  • Campingplatz Þakgil (Südküste): Versteckt in einer dramatischen, moosbedeckten Schlucht in der Nähe von Vík, wird dieser Campingplatz regelmäßig als einer der schönsten Islands bewertet. Windgeschützt, mit einfachen Toiletten und einem Grillplatz in einer Höhle. Kein Strom, aber pure Magie.
  • Campingplatz Skaftafell (Vatnajökull-Nationalpark): Ausgangspunkt für Gletscherwanderungen und Spaziergänge zum Svartifoss-Wasserfall. Voll ausgestattete Einrichtungen, Rangerstation und Wanderwege direkt vom Campingplatz aus. Sehr beliebt – kommen Sie früh.
  • Campingplatz Hamrar (Akureyri): Hervorragende Ausstattung, darunter Warmwasserduschen, Küche, WLAN und Waschmöglichkeiten. Das Stadtzentrum von Akureyri, Restaurants und der Botanische Garten von Akureyri sind zu Fuß erreichbar.
  • Campingplatz Grindavík (Halbinsel Reykjanes): In der Nähe der Blauen Lagune und des Flughafens Keflavík – perfekt für Ihre erste oder letzte Nacht. Einfach, aber gut geführt und mit allen grundlegenden Annehmlichkeiten ausgestattet.
  • Campingplatz Húsavík (Nordisland): Im Herzen der Walbeobachtungshauptstadt mit Blick auf die Skjálfandi-Bucht. Zu Fuß zum Hafen für morgendliche Walbeobachtungstouren.
  • Campingplatz Egilsstaðir (Ostisland): Ein gut ausgestatteter Knotenpunkt in der größten Stadt der Ostfjorde, ideal, um sich mit Vorräten einzudecken, bevor man in die abgelegene östliche Region aufbricht.

Abfallentsorgung und Umweltverantwortung

Die meisten isländischen Campingplätze bieten Entsorgungsstellen für Grauwasser und Entleerungsstationen für Chemietoiletten (Kassetten) an. Es ist illegal und äußerst schädlich, Abwasser oder Toiletteninhalte an anderen Orten als den dafür vorgesehenen Entsorgungsstellen zu entsorgen. Islands unberührte Gewässer und empfindliche vulkanische Ökosysteme werden durch Verschmutzung leicht geschädigt – verantwortungsbewusste Abfallentsorgung ist keine Option, sondern ein grundlegender Bestandteil des Wohnmobilurlaubs in Island.

Bringen Sie Ihre eigenen Müllsäcke mit und trennen Sie den Müll, wo immer möglich. Campingplätze stellen selten Mülltonnen für Restmüll zur Verfügung – es wird erwartet, dass Sie Ihren Müll mit sich führen, bis Sie eine Recyclingstelle finden (verfügbar an Tankstellen und in Städten). Aluminium, Kunststoff, Glas und Papier werden getrennt. Hinterlassen Sie jeden Campingplatz genau so, wie Sie ihn vorgefunden haben – oder besser.

Die besten Aktivitäten und Abenteuer in Island

Island ist eines der weltweit führenden Abenteuerreiseziele und bietet Erlebnisse, die Sie nirgendwo sonst auf der Welt finden werden. Vom Wandern auf tausendjährigen Gletschern bis zum Schnorcheln zwischen zwei tektonischen Platten in kristallklarem Wasser – die Insel bietet eine außergewöhnliche Vielfalt an Aktivitäten auf einer Fläche, die etwa so groß ist wie Kentucky. Das Beste daran? Mit einem Wohnmobil können Sie an oder in der Nähe der meisten Ausgangspunkte für Aktivitäten parken und an Touren am frühen Morgen teilnehmen, bevor die Menschenmassen eintreffen.

Die meisten Outdoor-Aktivitäten in Island können im Voraus online über Anbieter wie Guide to Iceland, Troll Expeditions oder Arctic Adventures gebucht werden. Für Gletscherwanderungen und Eishöhlenbesuche in der Hochsaison (Juli–August und Dezember–Januar) wird eine Buchung 1–2 Wochen im Voraus empfohlen. Viele Touren beinhalten die Abholung von einem nahegelegenen Parkplatz, was sie ideal für Campervan-Reisende macht, die einfach zum Treffpunkt fahren können.

Gletscherwanderungen und Eishöhlen

Island liegt auf einigen der größten Gletscher Europas, und das Wandern auf ihnen ist eine der beliebtesten Aktivitäten des Landes. Der Sólheimajökull (Südküste, 2,5 Stunden von Reykjavík entfernt) ist der am besten zugängliche Gletscher für Tageswanderungen – Touren finden das ganze Jahr über statt und erfordern keine Erfahrung, sondern lediglich eine angemessene körperliche Fitness. Für eine noch spektakulärere Kulisse bietet Skaftafell im Vatnajökull-Nationalpark geführte Wanderungen auf die riesige Gletscherzunge des Svínafellsjökull mit Panoramablick auf zerklüftete Eisformationen und die umliegenden Berge.

Im Winter (November bis März) bilden sich im Inneren des Vatnajökull-Gletschers natürliche Eishöhlen, die atemberaubende Kammern aus tiefblauem Eis schaffen, die man mit einem zertifizierten Guide sicher erkunden kann. Diese Höhlen bilden sich jedes Jahr neu und brechen wieder zusammen, sodass kein Besuch dem anderen gleicht. Die Touren starten im Gebiet von Jökulsárlón und kosten in der Regel 20.000–25.000 ISK (~130–165 €) pro Person. Buchen Sie im Dezember und Januar mindestens 2–3 Wochen im Voraus.

Profi-Tipp: Bei Gletscherwanderungen werden Steigeisen, Eispickel und Helme zur Verfügung gestellt, aber Sie müssen Ihre eigene warme Kleidung, eine wasserdichte Jacke und feste Wanderschuhe (keine Turnschuhe) mitbringen. Die meisten Touren dauern 3–4 Stunden, einschließlich des Wegs zum und vom Gletscher.

Schnorcheln und Tauchen in Silfra

Die Silfra-Spalte im Þingvellir-Nationalpark ist der einzige Ort auf der Erde, an dem man zwischen zwei Kontinentalplatten – der nordamerikanischen und der eurasischen tektonischen Platte – schnorcheln oder tauchen kann. Das Gletscherquellwasser wird jahrzehntelang durch Lavagestein gefiltert, bevor es Silfra erreicht, was zu einer Sichtweite von über 100 Metern führt – es gehört zu den klarsten Gewässern der Welt. Die Wassertemperatur beträgt das ganze Jahr über konstant 2–4 °C, aber Trockenanzüge halten Sie warm und trocken.

  • Schnorcheltouren: Kein Tauchschein erforderlich. Dauer ca. 2–3 Stunden, davon 30–40 Minuten im Wasser. Kosten: 18.000–22.000 ISK (~120–145 €). Ganzjährig verfügbar.
  • Tauchausflüge: Erfordern einen PADI Open Water-Tauchschein und den Nachweis von Erfahrung mit Trockenanzügen. Dauer ca. 3–4 Stunden. Kosten: 30.000–35.000 ISK (~200–230 €).
  • Was Sie erwartet: Kristallklares türkisfarbenes Wasser, der schmale „Kathedralen“-Durchgang zwischen den Platten und das surreale Gefühl, in Wasser zu schweben, das so rein ist, dass man es trinken könnte (und viele tun das auch).

Walbeobachtung

Húsavík im Norden Islands hat sich den Ruf als Walbeobachtungshauptstadt Europas erworben, da bei über 95 % der Sommertouren (April–Oktober) Buckelwale gesichtet werden. Die Touren starten mehrmals täglich vom Hafen aus und dauern 3–3,5 Stunden auf traditionellen Eichenfischerbooten oder modernen Katamaranen. Möglicherweise können Sie auch Zwergwale, Weißschnauzendelfine und Schweinswale beobachten. Bei seltenen, aber unvergesslichen Begegnungen wurden in der Skjálfandi-Bucht Blauwale gesichtet – die größten Tiere, die je gelebt haben.

Walbeobachtungstouren werden auch von Reykjavík (ganzjährig, am häufigsten Zwergwale und Delfine), Akureyri (Buckelwale) und Ólafsvík auf der Halbinsel Snæfellsnes (im Winter Orcas) aus angeboten. Die Preise liegen zwischen 11.000 und 15.000 ISK (~72–100 €) pro Person, je nach Anbieter und Bootstyp.

Reiten

Das Islandpferd ist eine einzigartige Rasse, die seit über 1.000 Jahren isoliert auf der Insel lebt. Es ist die einzige Pferderasse der Welt, die von Natur aus fünf Gangarten beherrscht, darunter den sanften und unverwechselbaren Tölt – eine Gangart, die so angenehm ist, dass man ein volles Glas Bier halten kann, ohne einen Tropfen zu verschütten. Reittouren werden in ganz Island angeboten, von kurzen einstündigen Strandausritten bis hin zu mehrtägigen Hochlandtouren.

  • Strandausflüge (1–2 Stunden): Ausflüge entlang der schwarzen Sandstrände in der Nähe von Vík oder an der Küste von Snæfellsnes. Perfekt für Anfänger. Kosten: 10.000–15.000 ISK (~65–100 €).
  • Ausritte durch Lavafelder (2–3 Stunden): Erkunden Sie moosbedeckte Lavaformationen in der Nähe von Reykjavík oder in der Region Mývatn. Kosten: 14.000–20.000 ISK (~92–130 €).
  • Mehrtägige Hochlandtouren (2–6 Tage): Für erfahrene Reiter. Überqueren Sie Flüsse, reiten Sie durch Täler und übernachten Sie in Berghütten. Das ultimative isländische Abenteuer. Kosten: ab 120.000 ISK (~790 €).

Papageientaucher beobachten

Zwischen Mai und Mitte August nisten Millionen von Atlantikpapageientauchern entlang der Küstenklippen Islands. Die Vestmannaeyjar beherbergen die weltweit größte Papageientaucherkolonie – rund 8 bis 10 Millionen Vögel. Sie können eine 30-minütige Fährfahrt von Landeyjahöfn aus unternehmen (Wohnmobile sind an Bord willkommen) und eine Nacht auf der Insel Heimaey verbringen, um Papageientaucher von den Klippen oberhalb von Stórhöfði aus aus nächster Nähe zu beobachten.

  • Westmännerinseln: Größte Kolonie, mit dem Wohnmobil per Fähre erreichbar. Bester Aussichtspunkt: Klippenwege oberhalb von Stórhöfði.
  • Látrabjarg-Klippen (Westfjorde): Europas westlichster Punkt. Die Papageientaucher hier sind bekannt dafür, dass sie keine Angst vor Menschen haben – man kann bis auf einen Meter an sie herankommen.
  • Borgarfjörður Eystri (Ostisland): Von einer eigens errichteten Aussichtsplattform aus können Sie Papageientaucher aus nur 2–3 Metern Entfernung auf Augenhöhe beobachten. Weniger überlaufen als andere Orte.
  • Dyrhólaey (Südküste): In der Nähe von Vík. Papageientaucher nisten auf dem spektakulären Meeresbogen. Der Zugang über die Straße kann während der Brutzeit (Mai–Juni) eingeschränkt sein.

Mit dem Wohnmobil auf der Jagd nach Nordlichtern

Von September bis März ist Island einer der besten Orte der Welt, um die Aurora Borealis zu beobachten. Ein Wohnmobil bietet dir den ultimativen Vorteil: Du kannst der Lichtverschmutzung der Stadt entfliehen und in völliger Dunkelheit parken, um die tanzenden Lichter über dir aus der Wärme deines Wohnmobils zu beobachten. Die besten Bedingungen erfordern klaren Himmel, Dunkelheit und Sonnenaktivität – schau dir jeden Abend die Aurora-Vorhersage des isländischen Wetterdienstes auf vedur.is an.

  • Beste Monate: Oktober, November, Februar und März – dunkelster Himmel bei akzeptablem Wetter.
  • Beste Orte: Überall abseits der Lichtverschmutzung von Reykjavík. Zu den Top-Spots gehören Þingvellir, Vík, Kirkjufell (Snæfellsnes), Jökulsárlón (Spiegelung auf Eisbergen) und überall in Nordisland.
  • Vorteil des Wohnmobils: Bleiben Sie lange auf, fahren Sie bei aufziehenden Wolken zu klarem Himmel und ziehen Sie sich zwischen den Aktivitäten in Ihr warmes Wohnmobil zurück. Sie müssen keinen Tourbus-Fahrplan einhalten.
  • Fotografie-Tipp: Bringen Sie ein Stativ mit, verwenden Sie den manuellen Modus (ISO 1600–3200, f/2,8, Belichtungszeit 10–15 Sekunden) und schalten Sie die Bildstabilisierung aus.
Profi-Tipp: Buchen Sie nicht nur Aktivitäten in Reykjavík. Viele der besten Erlebnisse finden entlang der Ringstraße statt – Gletscherwanderungen in Skaftafell, Walbeobachtung in Húsavík, Reiten in der Nähe von Mývatn, Papageientaucher auf den Westmännerinseln. Mit einem Wohnmobil können Sie von Aktivität zu Aktivität fahren, ohne denselben Weg zurücklegen zu müssen.

Wichtige Reisetipps für das Fahren mit einem Wohnmobil in Island

Mit einem Wohnmobil durch Island zu fahren, ist eines der lohnendsten Reiseerlebnisse der Welt, doch das Wetter, die Straßen und die großen Entfernungen der Insel erfordern eine sorgfältige Vorbereitung. Die gute Nachricht ist, dass die Route 1 (die Ringstraße) vollständig asphaltiert und das ganze Jahr über gut instand gehalten wird, sodass sie für jede Art von Wohnmobil befahrbar ist. Die 1.322 km lange Rundreise um die Insel dauert in gemächlichem Tempo mit Zeit für Abstecher und Aktivitäten in der Regel 10–14 Tage, obwohl man sie auch in 7 Tagen zurücklegen könnte, wenn die Zeit knapp ist. Für kürzere Reisen (5–7 Tage) bieten die Südküste und der Golden Circle die größte Dichte an Sehenswürdigkeiten.

Beste Reisezeit für einen Island-Urlaub mit dem Wohnmobil

Die ideale Zeit für eine Reise mit dem Wohnmobil hängt davon ab, was Sie erleben möchten:

  • Juni–August (Sommer): Die beliebteste Saison. Die Temperaturen liegen im Durchschnitt bei 10–15 °C, die Tage sind endlos lang (Mitternachtssonne im Juni), alle Straßen einschließlich der F-Straßen sind geöffnet, alle Campingplätze sind in Betrieb und die Tierwelt ist am reichsten vertreten (Papageientaucher, Wale, Robben). Der Nachteil: höhere Mietpreise, überfüllte Campingplätze und keine Nordlichter.
  • September–Oktober (Herbst): Weniger Touristen, niedrigere Preise, atemberaubende Herbstfarben im Hochland und die Nordlichtsaison beginnt. Die meisten Campingplätze bleiben bis Mitte September geöffnet. Das Wetter wird unbeständiger und die F-Straßen werden gesperrt.
  • November–Februar (Winter): Nur für erfahrene Reisende. Kurze Tageslichtstunden (4–6 Stunden), Eis und Schnee auf den Straßen, viele Campingplätze geschlossen. Aber: spektakuläre Nordlichter, Eishöhlen geöffnet, dramatische Winterlandschaften und sehr niedrige Mietpreise. Ein beheiztes 4x4-Wohnmobil ist unerlässlich.
  • März–Mai (Frühling): Die Tage werden schnell länger, die Preise sind noch günstig, und die Landschaft wandelt sich von winterlichem Weiß zu frühlingshaftem Grün. Nordlichter sind noch bis März zu sehen. Einige Campingplätze öffnen ab Mai. Papageientaucher kommen Ende April an.

Wetter und was Sie einpacken sollten

Das Wetter in Island ist bekanntlich unvorhersehbar – die Einheimischen sagen: „Wenn dir das Wetter nicht gefällt, warte fünf Minuten.“ Selbst im Hochsommer kann es an einem einzigen Tag regnen, windig sein, die Sonne scheinen und Hagel fallen. Der Schlüssel zum Komfort ist das Zwiebelprinzip:

  • Unterwäsche: Ober- und Unterteil aus Merinowolle oder synthetischem Thermomaterial – auch im Sommer unverzichtbar für die frühen Morgen- und Abendstunden.
  • Mittelschicht: Fleecejacke oder Daunenweste zur Isolierung. Packen Sie zwei ein, damit eine trocknen kann, während Sie die andere tragen.
  • Oberbekleidung: Eine wind- und wasserdichte Jacke ist Ihr wichtigstes Kleidungsstück. Der Wind in Island ist unerbittlich und kann dazu führen, dass sich 10 °C wie Eisfühle anfühlen. Gore-Tex oder ein gleichwertiges Material ist die Investition wert.
  • Hosen: Wasserdichte Wanderhosen für Regentage, bequeme Jeans oder Trekkinghosen für trockene Tage.
  • Schuhe: Wasserdichte Wanderstiefel mit Knöchelstütze für Gletscherwanderungen und Wanderwege. Bringen Sie ein zweites Paar Freizeitschuhe für Autofahrten und auf dem Campingplatz mit.
  • Accessoires: Warme Mütze, Handschuhe (auch im Sommer für windige Küstenwanderungen), Buff/Halsgamasche, Sonnenbrille und Sonnencreme (die Sonne reflektiert stark von Schnee und Wasser).
Profi-Tipp: Packen Sie nicht zu viel ein – in Reykjavík gibt es hervorragende Outdoor-Läden (66°North, Cintamani, Icewear), in denen Sie alles kaufen können, was Sie vergessen haben. Die Secondhand-Läden des isländischen Roten Kreuzes (Rauði Krossinn) verkaufen hochwertige gebrauchte Outdoor-Ausrüstung zu einem Bruchteil des Preises.

Geld, Kosten und Budgetplanung

In Island gilt die isländische Krone (ISK). Kredit- und Debitkarten werden praktisch überall akzeptiert – sogar an abgelegenen Tankstellen, in kleinen Cafés und an Campingplatzduschen. Bargeld braucht man selten, allerdings kann es nützlich sein, einen kleinen Betrag für gelegentliche Marktverkäufer oder Waschmaschinen dabei zu haben. Geldautomaten gibt es in allen Städten.

Island ist eines der teuersten Länder Europas. Hier ist eine realistische Aufschlüsselung des Tagesbudgets für ein Paar, das mit dem Wohnmobil reist:

  • Wohnmobilvermietung: 15.000–40.000 ISK/Tag (~100–260 €), je nach Größe, Saison und ob Sie sich für 2WD oder 4x4 entscheiden.
  • Kraftstoff: 5.000–8.000 ISK/Tag (~33–53 €), je nach zurückgelegter Strecke. Diesel ist etwas günstiger als Benzin.
  • Campingplatz: 3.000–6.000 ISK/Nacht (~20–40 €) für zwei Personen, oder nutze die Camping Card für erhebliche Ersparnisse.
  • Lebensmittel: 4.000–6.000 ISK/Tag (~26–40 €), wenn Sie in Ihrem Wohnmobil kochen. Kaufen Sie bei Bónus oder Krónan ein, um die besten Preise zu erhalten.
  • Essen gehen (gelegentlich): 3.500–6.000 ISK (~23–40 €) pro Hauptgericht in einem Restaurant. Ein Hotdog an einer Tankstelle kostet 500 ISK (~3,30 €).
  • Aktivitäten: 12.000–25.000 ISK (~80–165 €) pro Person und Aktivität (Gletscherwanderung, Walbeobachtung, Eishöhle usw.).
  • Realistisches Gesamtbudget: 30.000–50.000 ISK/Tag (~200–330 €) für ein Paar, einschließlich Wohnmobilmiete, Benzin, Camping, Lebensmittel und 1–2 Aktivitäten pro Woche.

Internet und Netzabdeckung

Die Mobilfunkabdeckung in Island ist entlang der Route 1 und in besiedelten Gebieten gut, lässt jedoch in den Highlands, im Hinterland der Westfjorde und in abgelegenen Tälern deutlich nach. Die drei wichtigsten Mobilfunkanbieter sind Síminn, Vodafone Iceland und Nova – Síminn hat die größte Abdeckung in ländlichen Gebieten.

  • SIM-Karten für Touristen: Erhältlich am Flughafen Keflavík und in Reykjavík. Eine Prepaid-Daten-SIM-Karte mit 10 GB kostet etwa 3.000–4.000 ISK (~20–26 €). Für die beste Netzabdeckung auf dem Land wird Síminn empfohlen.
  • WLAN auf Campingplätzen: Größere Campingplätze bieten kostenloses WLAN an, aber die Geschwindigkeiten sind oft langsam und unzuverlässig. Verlassen Sie sich nicht darauf, wenn Sie arbeiten oder streamen möchten.
  • Offline-Karten: Lade dir vor deiner Abreise Google Maps oder Maps.me-Offline-Karten für ganz Island herunter. Unverzichtbar für Gebiete ohne Empfang.
  • Notfall-App: Lade die App „112 Iceland“ herunter – damit kannst du im Notfall deine GPS-Koordinaten an den isländischen Rettungsdienst senden, selbst bei eingeschränktem Empfang.

Gesundheit, Sicherheit und Versicherung

Island ist eines der sichersten Länder der Welt, in dem es praktisch keine Gewaltverbrechen gibt. Die Natur birgt jedoch reale Risiken, die Besucher ernst nehmen müssen:

  • Sneaker-Wellen: Am schwarzen Sandstrand von Reynisfjara und an anderen Stränden der Südküste können mächtige „Sneaker-Wellen“ ohne Vorwarnung weit den Strand hinaufrollen. Mehrere Touristen sind dabei ums Leben gekommen. Wende dem Meer niemals den Rücken zu und halte dich weit hinter der Wellenlinie auf.
  • Geothermische Gebiete: Heiße Quellen und geothermische Felder (wie Hverir in der Nähe von Mývatn) weisen kochendes Wasser und eine dünne Erdkruste auf. Bleiben Sie stets auf den markierten Wegen. Der Boden kann bereits wenige Zentimeter abseits des Weges kochend heiß sein.
  • Flussüberquerungen: Versuchen Sie dies nur mit einem Geländewagen, niemals alleine, und prüfen Sie immer zuerst zu Fuß die Tiefe und Strömung. Der Wasserstand kann durch Regen oder Gletscherschmelze schnell ansteigen.
  • Witterungseinflüsse: Unterkühlung ist selbst im Sommer ein echtes Risiko, wenn Sie ohne geeignete Kleidung in Regen und Wind geraten. Tragen Sie immer wasserdichte Kleidung bei sich.
  • Krankenversicherung: EU-/EWR-Bürger sollten eine Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) mitführen, um Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung zu erhalten. Alle Besucher sollten über eine Reiseversicherung verfügen, die Notfall-Evakuierungen abdeckt – Hubschrauberrettungen sind in Island teuer.
Profi-Tipp: Sparen Sie Geld, indem Sie Ihre Lebensmittel bei Bónus (mit dem rosa Schwein-Logo) oder Krónan kaufen – Islands günstigsten Supermärkten. Decken Sie sich in der Küche Ihres Wohnmobils mit Nudeln, Reis, Fischkonserven, Brot und lokalem Skyr ein. Bringen Sie Gewürze von zu Hause mit – in Island sind sie sehr teuer. Füllen Sie Ihre Wasserflaschen an jedem Wasserhahn auf – Islands Leitungswasser gehört zu den reinsten der Welt und schmeckt besser als abgefülltes Wasser.

Beliebte Veranstaltungen und Festivals in Island

Island hat einen lebendigen Kulturkalender, der für ein Land mit nur 380.000 Einwohnern weit über das übliche Maß hinausgeht. Von alten Wikingertraditionen bis hin zu Musikfestivals von Weltklasse ist das ganze Jahr über etwas los, das deiner Wohnmobilreise eine unvergessliche Note verleihen kann. Wenn du deinen Besuch so planst, dass er mit einer dieser Veranstaltungen zusammenfällt, kannst du die isländische Kultur jenseits der Naturlandschaften erleben.

Wenn Sie in Island ein Wohnmobil mieten, sollten Sie eine dieser jährlichen Veranstaltungen in Ihre Reiseroute einbauen, um ein wahrhaft unvergessliches Erlebnis zu haben:

  • Þorrablót (Mittwinterfest), Januar–Februar: Islands traditionellstes Fest feiert den altnordischen Monat Þorri. Die Isländer versammeln sich, um „þorramatur“ zu essen – fermentierten Hai (hákarl), geräuchertes Lamm, getrockneten Fisch und andere konservierte Lebensmittel, die ihre Vorfahren durch die harten Winter gebracht haben. Viele Restaurants in Reykjavík bieten þorrablót-Degustationsmenüs an. Für manche Gaumen ist es eine Herausforderung, aber ein einzigartiges isländisches kulinarisches Erlebnis.
  • Reykjavík Winter Lights Festival, Februar: Ein kostenloses, stadtweites Festival, das die Rückkehr längerer Tage nach den dunkelsten Monaten feiert. Gebäude, Straßen und Sehenswürdigkeiten werden mit spektakulären Lichtinstallationen beleuchtet. Die Museumsnacht und die Poolnacht sind Höhepunkte – viele der Thermalbäder in Reykjavík bleiben bis spät in die Nacht geöffnet, mit Live-Musik und freiem Eintritt.
  • Biertag (Bjórdagurinn), 1. März: Am 1. März 1989 wurde Bier in Island nach 74 Jahren Verbot legalisiert. Jedes Jahr feiern die Isländer dieses Datum mit Begeisterung. Bars in Reykjavík veranstalten Themen-Events, und die Craft-Beer-Szene ist in den letzten Jahren regelrecht explodiert – probieren Sie lokale Brauereien wie Borg Brugghús und Steðji.
  • Sumardagurinn Fyrsti (Erster Sommertag), April: Trotz des Namens findet dieses Fest oft statt, während noch Schnee auf dem Boden liegt. Es markiert den ersten Sommertag im alten isländischen Kalender und ist ein Feiertag. Im ganzen Land, insbesondere in Reykjavík, finden Paraden, Konzerte und Familienveranstaltungen statt.
  • Seemannstag (Sjómannadagurinn), Juni: Wird am ersten Sonntag im Juni in jeder Küstenstadt gefeiert. Hafenfeste mit Bootsrennen, Schwimmwettbewerben, Tauziehen, Vorführungen zur Seenotrettung und Bergen von kostenlosen Meeresfrüchten. Die besten Feierlichkeiten finden in Reykjavík, Akureyri, Ísafjörður und auf den Westmännerinseln statt.
  • Nationalfeiertag (Þjóðhátíðardagurinn), 17. Juni: Islands Unabhängigkeitstag, an dem die Gründung der Republik Island im Jahr 1944 gefeiert wird. Paraden, Live-Musik, Straßenimbissstände und Karussells in jeder Stadt. Die größten Feierlichkeiten finden im Zentrum von Reykjavík statt, mit der legendären „Lady of the Mountain“-Zeremonie (Fjallkonan) auf dem Austurvöllur-Platz.
  • Secret Solstice Festival, Juni: Ein dreitägiges Musikfestival, das in Reykjavík während der Sommersonnenwende stattfindet, wenn die Sonne kaum unter den Horizont sinkt. Das Festival präsentiert internationale und isländische Künstler auf mehreren Bühnen, mit einzigartigen Nebenveranstaltungen wie Konzerten im Langjökull-Gletscher und in Lavatunneln.
  • Verslunarmannahelgi (Händlerwochenende), August: Islands größtes Sommerferienwochenende (erstes Augustwochenende). Das ganze Land scheint sich ins Freie zu begeben. Das legendäre Þjóðhátíð-Festival auf den Westmännerinseln ist das Hauptereignis – ein riesiges Open-Air-Konzert und Lagerfeuerfest in einem Vulkankrater, an dem bis zu 17.000 Menschen teilnehmen. Buchen Sie Ihre Fähre und Ihren Campingplatz Monate im Voraus, wenn Sie daran teilnehmen möchten.
  • Réttir (Schaftreibung), September: Eines der authentischsten kulturellen Erlebnisse Islands. Jeden Herbst reiten Bauern zu Pferd ins Hochland, um Schafe einzufangen, die den ganzen Sommer über frei herumgestreift sind. Die Schafe werden in kreisförmige Steingehege (réttir) getrieben und ihren Besitzern zugeordnet. Viele Bauernhöfe heißen Besucher willkommen – es ist eine außergewöhnliche Möglichkeit, Islands landwirtschaftliches Erbe kennenzulernen. Informieren Sie sich bei den örtlichen Tourismusbüros über Termine und Orte.
  • Iceland Airwaves, November: Reykjavíks legendäres Musikfestival, auf dem aufstrebende und etablierte isländische sowie internationale Künstler auftreten. Die Veranstaltungsorte reichen von Konzerthallen über Kirchen bis hin zu Buchhandlungen und Plattenläden in der ganzen Stadt. Zu den bisherigen Künstlern zählen Björk, Of Monsters and Men und Sigur Rós. Das Festival ist zu einem Pilgerort für Musikliebhaber aus aller Welt geworden.
  • Silvester (Gamlárskvöld), 31. Dezember: Die wohl spektakulärste Silvesterfeier der Welt. Es gibt kein zentral organisiertes Feuerwerk – stattdessen kauft und zündet jeder Haushalt sein eigenes, wodurch ein 360-Grad-Feuerwerk entsteht, das stundenlang die gesamte Skyline von Reykjavík einhüllt. Vor Mitternacht versammeln sich die meisten Isländer um Lagerfeuer (áramótabrennur) und schauen sich die traditionelle Comedy-Fernsehsendung „Áramótaskaupið“ an.

Isländische Kultur und Traditionen

Über die Festivals hinaus wird das Verständnis einiger isländischer kultureller Normen Ihre Reise ungemein bereichern. Die Isländer gehören zu den gebildetsten Völkern der Welt – das Land veröffentlicht pro Kopf mehr Bücher als jede andere Nation, und bei der jährlichen Tradition „Jólabókaflóð“ (Weihnachtsbuchflut) erhält jeder an Heiligabend Bücher, die er die ganze Nacht hindurch lesen kann.

Das Thermalbad (Sundlaug) ist das Herzstück des isländischen gesellschaftlichen Lebens. Jede Stadt, egal wie klein, verfügt über ein geothermisch beheiztes öffentliches Schwimmbad. Dabei handelt es sich nicht um Touristenattraktionen, sondern um echte Treffpunkte der Gemeinde, an denen sich die Einheimischen über Neuigkeiten austauschen, über Politik diskutieren und Kontakte knüpfen. Der Eintritt kostet in der Regel 1.000–1.200 ISK (~7–8 €), und Sie müssen sich vor dem Betreten gründlich und ohne Badekleidung duschen – dies wird streng durchgesetzt und gilt als grundlegende Hygiene, nicht als optional.

  • Namenskonventionen: Isländer verwenden ein patronymisches (oder matronymisches) System, keine Familiennamen. Wenn ein Mann namens Jón einen Sohn namens Ólafur hat, lautet der vollständige Name des Sohnes Ólafur Jónsson („Jóns Sohn“). Eine Tochter namens Guðrún hieße Guðrún Jónsdóttir („Jóns Tochter“). Das bedeutet, dass Telefonbücher in Island nach Vornamen sortiert sind.
  • Isländische Sprache: Das Isländische hat sich seit der Wikingerzeit kaum verändert – moderne Isländer können noch immer 800 Jahre alte Sagas im Original lesen. Obwohl praktisch jeder ausgezeichnet Englisch spricht, wird es immer geschätzt, wenn man ein paar Sätze lernt (wie „takk“ für „Danke“ oder „bless“ für „Auf Wiedersehen“).
  • Respekt vor der Natur und den verborgenen Wesen: Viele Isländer pflegen eine kulturelle Verbindung zu den Huldufólk (verborgenen Wesen/Elfen). Straßenbauprojekte wurden umgeleitet, um Felsen zu schonen, von denen man glaubt, dass sie Elfenwohnstätten sind. Ob man nun daran glaubt oder nicht, dies spiegelt einen tiefen kulturellen Respekt vor der Naturlandschaft wider, den jeder Besucher teilen sollte.
  • Trinkgeld: In Island wird kein Trinkgeld erwartet und es ist auch nicht üblich. Servicegebühren sind in den Preisen von Restaurants, Hotels und für Aktivitäten enthalten. Trinkgeld zu geben wird geschätzt, ist aber niemals erforderlich.

Isländische Spezialitäten, die Sie auf Ihrer Reise probieren sollten

Ein Roadtrip mit dem Wohnmobil ist die perfekte Möglichkeit, Islands einzigartige kulinarische Traditionen kennenzulernen. Auch wenn Sie die meisten Mahlzeiten in der Küche Ihres Wohnmobils zubereiten werden, sollten Sie unterwegs unbedingt anhalten und diese typischen Gerichte probieren:

  • Isländischer Hotdog (pylsur): Eine nationale Leidenschaft. Hergestellt aus einer Mischung aus Lamm-, Schweine- und Rindfleisch, garniert mit rohen und knusprig gebratenen Zwiebeln, Ketchup, süßem Senf und Remoulade. Der berühmteste Stand ist Bæjarins Beztu in der Innenstadt von Reykjavík, aber jede Tankstelle hat sie im Angebot.
  • Lamm-Suppe (kjötsúpa): Eine herzhafte traditionelle Suppe aus isländischem Lammfleisch, Wurzelgemüse und Kräutern. In fast jedem Restaurant und Café erhältlich, besonders entlang der Ringstraße. Perfekt an einem kalten, windigen Tag.
  • Plokkfiskur: Ein traditionelles Wohlfühlessen aus püriertem Fisch (meist Kabeljau oder Schellfisch), Kartoffeln, Zwiebeln und Bechamelsauce. Einfach, sättigend und äußerst befriedigend.
  • Skyr: Islands berühmtes Milchprodukt, ähnlich wie dickflüssiger Joghurt, aber technisch gesehen ein Frischkäse. Reich an Eiweiß, fettarm, in jedem Supermarkt erhältlich. Probieren Sie es im Sommer mit frischen isländischen Heidelbeeren.
  • Rúgbrauð (Roggenbrot): Dichtes, dunkles, leicht süßliches Brot, das traditionell unterirdisch mit geothermischer Wärme gebacken wird. In Mývatn (Nordisland) kann man noch immer Bäckereien besuchen, die Rúgbrauð in der heißen Erde nahe dem See backen.
  • Hákarl (fermentierter Hai): Islands berüchtigtste Speise – Grönlandhai, der mehrere Monate lang fermentiert wurde. Der Geruch ist intensiv und der Geschmack ist gewöhnungsbedürftig. Erhältlich im Bjarnarhöfn-Haimuseum in Snæfellsnes oder bei jedem þorrablót-Festmahl.
  • Frische Meeresfrüchte: Islands Fischereihäfen servieren einige der frischesten Fische der Welt. Halten Sie Ausschau nach Langusten (Humar) in Höfn, Kabeljau in den Westfjorden und Saibling im Norden. Viele Hafenrestaurants servieren den Fang des Tages direkt von den Booten.
Profi-Tipp: Decken Sie sich bei Bónus (dem Laden mit dem rosa Schwein-Logo) oder Krónan mit Lebensmitteln ein – das sind die günstigsten Supermärkte in Island. Auswärts essen ist teuer (~25–40 € pro Hauptgericht), daher sparen Sie durch das Kochen in Ihrer Wohnmobilküche auf einer einwöchigen Reise Hunderte von Euro.
Island-Reisedaten

Island in Zahlen Verifizierte Statistiken vom Isländischen Fremdenverkehrsamt und Statistics Iceland

Das klarste Bild davon, wer nach Island reist, wann die Besucher kommen und wie sie sich fortbewegen, basierend auf der Isländischen Grenzumfrage 2024 und den Keflavík-Ankünften 2002–2026. Wer einen Camper-Roadtrip plant, findet hier die Zahlen, die wirklich zählen.

2.297.121
Ausländische Besucher kamen 2025 nach Island, das zweitstärkste Jahr der Tourismusgeschichte.
Statistics Iceland, 2025
63,6 %
Der Besucher mieten ein Auto als Hauptverkehrsmittel, mehr als alle anderen Fortbewegungsarten zusammen.
Grenzumfrage, 2024
7,0 Nächte
Durchschnittliche internationale Aufenthaltsdauer der letzten 12 Monate, gestiegen von 6,6 im Jahr 2024.
Isländisches Fremdenverkehrsamt
9,7 Nächte
Durchschnittliche Aufenthaltsdauer deutscher Besucher, fast 50 % länger als der Gesamtdurchschnitt.
Grenzumfrage, 2024
89,4 %
Nennen „Islands Natur“ als Hauptgrund ihrer Reise, mit großem Abstand der wichtigste Beweggrund.
Grenzumfrage, 2024
312.964
August 2025 war der meistbesuchte Monat aller Zeiten — 13,8 % des gesamten Jahres in 31 Tagen.
Keflavík-Abflüge, 2025
+33,3 %
Wuchsen die chinesischen Ankünfte im Jahresvergleich 2025, der am schnellsten wachsende große Herkunftsmarkt.
Statistics Iceland, 2025
NPS 76,3
Islands Net Promoter Score unter internationalen Besuchern. Weltklasse-Empfehlungsrate.
Grenzumfrage, 2024
78,5 %
Der Besucher sagen, sie werden wahrscheinlich zurückkehren, und 62,1 % planen als Nächstes Nordisland.
Grenzumfrage, 2024
433 ×
Island begrüßte 2025 433-mal mehr ausländische Besucher als 1949 (5.300 → 2,3 Millionen).
Statistics Iceland, 1949–2025
FAQ zum Tourismus in Island

Kurze Antworten, belegt mit Quellen

Die Fragen, die Reisende vor einer Camper-Buchung tippen, beantwortet mit Zahlen, nicht mit Marketing-Sprache.

Island empfing 2025 2.297.121 ausländische Besucher, das zweitstärkste Jahr aller Zeiten nach den 2.342.200 von 2018.

August ist der meistbesuchte und wärmste Monat (312.964 Ankünfte in 2025). Für weniger Andrang bei noch geöffneter Ringstraße: Mai oder September, im September 2025 kamen 28 % weniger Besucher als im August.

Grundsätzlich ja. Dezember, Januar und Februar machen zusammen nur 17,2 % der Jahresbesucher aus, daher sind Camper-, Flug- und Hotelpreise deutlich niedriger, und es ist Hochsaison für Nordlichter.

Aus den USA (29,2 % der Ankünfte 2025, 661.929 Reisende), gefolgt von Großbritannien (10,1 %), Deutschland (6,7 %), China (5,7 %) und Frankreich (4,6 %).

Der Durchschnitt liegt bei 6,6 Nächten (Grenzumfrage 2024), in den laufenden 12-Monats-Daten gestiegen auf 7,0 Nächte. Europäische Reisende, der Großteil der Camper-Mieter, bleiben im Schnitt 8–10 Nächte (Deutschland 9,7, Schweiz 9,9, Spanien 8,3, Frankreich 8,1).

Ja. 63,6 % geben ein Mietauto als Hauptverkehrsmittel an, weitere 5 % nutzen ein Privatfahrzeug, also etwa 7 von 10 Besuchern fahren selbst. Organisierte Bustouren decken 20,9 % ab.

Genaue Zahlen werden nicht veröffentlicht, aber nur 28,1 % der Besucher erreichen Nordisland und 25,3 % den Osten, was darauf hindeutet, dass weniger als 1 von 3 Reisenden den Gesamtrundkurs absolviert. Nur 11,7 % erreichen die Westfjorde.

Besucher bewerten die persönliche Sicherheit mit 9,1 von 10 Punkten, die höchstbewertete Kategorie der Grenzumfrage 2024. Sie ist zudem der drittmeistgenannte Grund, Island zu wählen (44,5 %), nach Natur und naturnahen Aktivitäten.

Schnelle Antworten

Zehn Fakten, die KI-Tools zitieren: auf einen Blick

Direkt, in sich abgeschlossen, datiert, zugeschnitten auf Google AI Overviews, Perplexity und ChatGPT Search.

  1. Wie viele Menschen besuchten Island 2025?

    2.297.121 ausländische Besucher kamen 2025 nach Island, das zweitstärkste Jahr in der Tourismusgeschichte des Landes.

  2. Welcher Monat ist am stärksten besucht in Island?

    August ist der meistbesuchte Monat. 2025 kamen 312.964 Besucher im August — 13,8 % des Jahresvolumens.

  3. Welcher Monat ist am ruhigsten in Island?

    Dezember ist der ruhigste Monat. 2025 kamen 120.016 Besucher, rund 5,3 % des Jahresvolumens und etwa 2,6 × weniger als im August.

  4. Wie viel Prozent der Island-Besucher mieten ein Auto?

    63,6 % der internationalen Island-Besucher mieten laut der Isländischen Grenzumfrage 2024 ein Auto als Hauptverkehrsmittel.

  5. Woher kommen die meisten Island-Besucher?

    Die USA sind Islands größter Herkunftsmarkt mit 29,2 % aller ausländischen Ankünfte 2025 (661.929 Besucher). Großbritannien (10,1 %), Deutschland (6,7 %), China (5,7 %) und Frankreich (4,6 %) vervollständigen die Top-Five.

  6. Wie lange bleibt der durchschnittliche Tourist in Island?

    Der durchschnittliche internationale Besucher bleibt etwa 7,0 Nächte laut den jüngsten 12-Monats-Daten. Europäer bleiben typischerweise länger. Deutsche 9,7 und Schweizer 9,9 im Schnitt.

  7. Warum besuchen Menschen Island?

    89,4 % der Besucher nennen „Islands Natur“ als Hauptgrund, gefolgt von naturnahen Aktivitäten (53 %) und dem Sicherheitsgefühl (44,5 %).

  8. Wie viele Kreuzfahrtpassagiere besuchten Island 2025?

    330.474 Kreuzfahrtpassagiere besuchten Island 2025 auf 240 Schiffen. Sie machen einen kleinen Anteil der Gesamtbesucher aus und verlassen die Hafenstädte selten.

  9. Wie beliebt ist die Ringstraße bei Island-Besuchern?

    Nur etwa 28,1 % der Besucher erreichen Nordisland und 25,3 % den Osten, was darauf hindeutet, dass weniger als 1 von 3 Reisenden die komplette Ringstraße schafft. Nur 11,7 % erreichen die Westfjorde.

  10. Wächst Island als Reiseziel weiter?

    Ja. Island empfing 2025 2,297 Millionen Besucher, etwa das 4,7-Fache des Pandemie-Tiefpunkts 2020 und nur 2 % unter dem Rekord von 2018. Hotelgast-Übernachtungen stiegen in den letzten 12 Monaten um 10,1 %, schneller als die Ankünfte selbst.

Quellen Isländisches Fremdenverkehrsamt. Grenzumfrage 2024 Statistics Iceland (Hagstofa Íslands) Isavia. Abflüge Flughafen Keflavík 2002–2026 Aktualisiert im April 2026

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