Währung und Kosten in Griechenland
In Griechenland gilt der Euro (€): Das Land trat 2001 der Eurozone für elektronische Transaktionen bei, und am 1. Januar 2002 ersetzten Euro-Banknoten und -Münzen die Drachme. Kreditkarten werden fast überall akzeptiert, in Tavernen, Supermärkten, Tankstellen und den meisten Geschäften auf den Inseln, und Geldautomaten sind in Städten und Ferienorten leicht zu finden. Es lohnt sich dennoch, etwas Bargeld dabei zu haben – für kleine Dorf-Kafeneía, abgelegene Strände, Parkautomaten und den einen oder anderen Fährkiosk, der nur Bargeld akzeptiert.
Griechenland liegt im europäischen Vergleich im mittleren Preissegment: günstiger als Frankreich oder Italien, aber in der Hochsaison im Sommer kein Schnäppchen mehr. Rechnen Sie mit etwa 20–35 € pro Nacht für einen Wohnmobilstellplatz auf einem Campingplatz (die meisten Campingplätze haben modulare Preise und berechnen Personen, Fahrzeug, Stellplatz und Strom separat, wobei der Stromanschluss oft 2–5 € zusätzlich kostet), 25–40 € pro Tag für Lebensmittel bei Lidl, AB Vasilopoulos, Sklavenitis oder My Market und 12–20 € für ein Hauptgericht in einer ungezwungenen Taverne. Am meisten schmerzt der Kraftstoffpreis: Mitte 2026 kostet bleifreies Benzin etwa 1,93 € pro Liter und Diesel etwa 1,65 € pro Liter, wobei der Benzinpreis deutlich über dem EU-Durchschnitt liegt. Planen Sie daher für jede Inselhopping- oder Festlandtour ein großzügiges Budget für Kraftstoff ein.
Sprache und Kommunikation
Die Amtssprache ist Griechisch, das in einem eigenen Alphabet geschrieben wird, aber Englisch ist in Touristengebieten, auf den Inseln und unter jüngeren Griechen sehr weit verbreitet, sodass Sie auf Campingplätzen, in Restaurants oder an Tankstellen selten Schwierigkeiten haben werden, sich verständlich zu machen. Ein paar Worte können viel bewirken: „Yassas“ (eine höfliche Begrüßung/Verabschiedung), „efharistó“ (danke) und „parakaló“ (bitte) werden immer gerne gehört. Verkehrsschilder auf Hauptstraßen sind in der Regel sowohl in griechischer als auch in lateinischer Schrift beschriftet.
Die Mobilfunkabdeckung ist wirklich hervorragend: 4G erreicht praktisch alle besiedelten Gebiete, einschließlich kleiner Inseln, und 5G deckt mittlerweile die Städte und größeren Ortschaften auf den großen Touristeninseln wie Kreta, Rhodos, Santorin und Mykonos ab. Besucher aus der EU und dem EWR roamen im Rahmen von „Roam Like at Home“ zu Inlandstarifen; Reisende aus Großbritannien sollten sich bei ihrem Mobilfunkanbieter erkundigen, da der Brexit das garantierte kostenlose Roaming beendet hat und die meisten Netzbetreiber nun eine tägliche EU-Gebühr erheben. Für längere Reisen ist eine Prepaid-SIM-Karte von Cosmote, Vodafone oder Nova (ca. 13–20 € für ein Datenpaket für Touristen) oder eine eSIM günstig und zuverlässig. In Bergschluchten und auf abgelegenen Wegen kann der Empfang jedoch immer noch ausfallen; laden Sie daher Offline-Karten herunter, bevor Sie sich in unerschlossenes Gebiet begeben.
Strom, Wasser und Praktisches
In Griechenland gilt eine Netzspannung von 230 V, 50 Hz mit Steckdosen vom Typ C und Typ F (Schuko) – derselbe Standard wie im Großteil des europäischen Festlands –, sodass Reisende aus der EU keinen Adapter benötigen und der Anschluss von Wohnmobilen unkompliziert ist. Besucher aus Großbritannien, den USA, Kanada oder Australien sollten einen europäischen Steckeradapter einpacken und beachten, dass Geräte mit einer Spannung von 120 V, wie beispielsweise einige US-amerikanische Haartrockner, einen Spannungswandler benötigen, nicht nur einen Adapter.
Leitungswasser ist in Athen, auf dem Festland und auf größeren Inseln wie Kreta, Rhodos und Korfu trinkbar, da es den EU-Standards entspricht (auch wenn es auf Inseln mit hartem Wasser wie Kreta etwas kalkig schmecken kann). Auf kleinen Kykladeninseln wie Santorin und Mykonos ist das Wasser in der Regel entsalzt und schmeckt brackig, sodass die meisten Menschen auf Wasser in Flaschen zurückgreifen (eine 1,5-Liter-Flasche kostet deutlich unter 1 €). Das Auffüllen des Wassertanks Ihres Wohnmobils auf Campingplätzen und an offiziellen Wasserhähnen ist die günstigste und abfallärmste Option, sofern die Versorgung gut ist.
Regeln für Wildcamping und Übernachtungen
Machen Sie sich vor Ihrer Reise darüber klar: Wildcampen ist in Griechenland illegal, und die Kontrollen wurden im Jahr 2025 deutlich verschärft. Es gelten zwei Gesetze: das Gesetz 5170/2025 (in Kraft seit Januar 2025) und die überarbeitete Straßenverkehrsordnung, Gesetz 5209/2025 (veröffentlicht im Juni und in Kraft seit dem 1. Juli 2025). Die Polizei kann vor Ort ein Bußgeld von 300 € verhängen, das bei wiederholten oder schweren Verstößen auf bis zu 3.000 € (und sogar kurze Freiheitsstrafen) ansteigen kann. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen Parken und Campen: Das bloße Parken eines Wohnmobils mit einer Länge von bis zu 7,5 m innerhalb eines bebauten Gebiets ist ohne zeitliche Begrenzung grundsätzlich erlaubt, sofern das Parken an dieser Stelle grundsätzlich gestattet ist und keine Schilder etwas anderes vorschreiben (für längere Fahrzeuge gilt eine Höchstparkdauer von 24 Stunden).
Was das Gesetz verbietet, ist „Campingverhalten“: mit ausgepackter Ausrüstung zu schlafen, im Freien zu kochen oder Tische, Stühle oder Markisen außerhalb des Fahrzeugs aufzustellen; besonders streng wird dies an Stränden, in Wäldern, Nationalparks und archäologischen Stätten geahndet. Um auf der sicheren Seite zu bleiben und Anschlüsse, Duschen und Wassernachfüllmöglichkeiten nutzen zu können, sollten Sie sich auf einem der vielen zugelassenen Campingplätze Griechenlands niederlassen und stets die örtlichen Beschilderungen beachten.